Was ist Inkontinenz?
Es gibt verschiedene Formen von Kontinenzproblemen. In diesem Abschnitt finden Sie Informationen zu diesen Problemen und ihren Ursachen.
Was ist normal?
Jeder Mensch ist anders. Aber es ist völlig normal, bis zu acht Mal am Tag und einmal in der Nacht zur Toilette zu gehen. Tee, Kaffee und Alkohol gehören zu einer Vielzahl von Flüssigkeiten, die sich auf die Häufigkeit des Toilettengangs auswirken können.
Als Harninkontinenz wird ein unwillkürlicher Harnabgang bezeichnet. Es gibt leichte und schwere Formen der Harninkontinenz.
Beispielsweise verlieren manche Menschen beim Niesen oder Husten einige Tropfen Harn. Andere verspüren möglicherweise einen plötzlich einsetzenden, starken Harndrang und müssen schnellstens zur Toilette, bevor ein Malheur passiert. Und wieder andere sind vielleicht noch stärker betroffen und haben keine Kontrolle mehr über ihre Blasenfunktion
Für die meisten Betroffenen ist mit den Möglichkeiten der modernen Medizin eine Behandlung möglich.
Wer wird inkontinent?
Kontinenzprobleme können bei Menschen nach einer Verletzung auftreten, vielleicht aufgrund eines Unfalls oder einer Operation, oder bei Personen mit chronischen neurologischen Erkrankungen.
Aber die Mehrheit der Menschen, die an Inkontinenz oder Kontinenzproblemen leiden, sind Frauen nach der Entbindung, ältere Menschen und Männer nach radikaler Entfernung der Prostata.
Nach Schätzungen der Deutschen Kontinenzgesellschaft leiden in Deutschland mehr als 4 Millionen Menschen an Harninkontinenz.1
Wie viele es genau sind, weiß niemand mit Sicherheit zu sagen. Es kommt sehr oft vor, dass sich Betroffene aus Schamgefühl oder Resignation nicht medizinisch beraten lassen.
Beispielsweise glauben manche Frauen, dass es sich um eine unausweichliche Folge einer Entbindung handelt, und dass sie dies einfach so hinnehmen müssten. Wieder andere glauben, dass Inkontinenz eine normale Erscheinung des Alterns ist.
Sie ist jedoch keine normale Erscheinung des Alterns. Und sie ist auch keine unvermeidbare Konsequenz einer Entbindung, die einfach hingenommen werden muss. Für die meisten Betroffenen wäre eine Behandlung möglich.
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Literaturnachweis